Hoffnungsschimmer am Werbehimmel
Der aktuelle Werbe-Optimismus-Index liegt auf dem Tisch und versprüht Zuversicht. Demnach sehen 48,7 Prozent der Befragten das derzeitige Stimmungsbild in der Werbewirtschaft "sehr" beziehungsweise "eher optimistisch". Zum Vergleich: Im Oktober 2009 waren nur 35,7 Prozent, im Juni 2009 sogar nur 27,2 Prozent dieser Ansicht. Was die Werbeaktivitäten betrifft, sind derzeit 45,4 Prozent der Meinung, dass diese im Vergleich zum gleichen Quartal des letzten Jahres abgenommen haben. Bei der Verteilung des Marketingbudgets ist nach wie vor deutlich zu erkennen, dass die Mehrheit des Budgets der werbetreibenden Unternehmen in die Klassik fließt. Ein Trend setzt sich erwartungsgemäß weiter fort: Online Werbung und Direct und Dialog Marketing haben das größte Wachstumspotenzial.
Teamerweiterung vorstellbar
Hoffnung gibt es auch beim Ausblick in die Zukunft: 33 Prozent glauben an eine Zunahme der Werbeaktivitäten innerhalb des nächsten Jahres. Als Gründe für die bisherigen Abnahmen der Werbeaktivitäten werden Einsparungen beziehungsweise Budgetkürzungen als wichtigster Einflussfaktor identifiziert. Ein Schlüsseljahr wird 2010 auch aus arbeitsmarkttechnischer Sicht. Die aktuelle Umfrage zeigt aber, dass sich beinahe jede vierte Agentur eine Teamerweiterung vorstellen könne.
Werbeanrufe nerven
Ein Schwerpunkt im aktuellen Index wurde auf die Verwendung von Verbraucherdaten gelegt. Demnach machen sich knapp 80 Prozent der Verbraucher Gedanken darüber, was mit ihren Daten passiert. 30 Prozent der Konsumenten haben bereits "sehr häufig" beziehungsweise "oft" eingewilligt, dass ihre Daten zu Werbezwecken genutzt werden dürfen. Genervt sind Konsumenten aber am häufigsten von Telefonanrufen zu Werbezwecken, gefolgt von SMS und E-Mails mit Werbeinhalten. Dennoch ist der europäische Datenschutz deutlich strenger reglementiert und ausgeprägt als beispielsweise der amerikanische. Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang, dass 61 Prozent der Meinung sind, dass die aktuelle Gesetzgebung in Österreich zum Thema Datenschutz "eher weniger" beziehungsweise "überhaupt nicht ausreichend" ist“.
Der Werbe-Optimismus-Index analysiert Entwicklungen und Erwartungen in einem mehrstufigen System aus insgesamt vier Blickwinkeln - von den österreichischen Top 500-Auftraggebern, den Werbeagenturen, den Konsumenten und den Medien. Der aktuelle Werbe-Optimismus-Index zeichnet ein umfassendes Bild der Branchenkonjunktur des letzten Quartals 2009 und gibt einen Ausblick auf die nächsten 12 Monate.
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