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Aktueller WIFO-Werbeklimaindex: Werbekonjunktur weiterhin solide

27. Feb 2017
Aktueller WIFO-Werbeklimaindex: Werbekonjunktur weiterhin solide
© peshkov

Wien (OTS) – „Die österreichische Kommunikationswirtschaft weist eine stabile konjunkturelle Entwicklung auf. Die Unsicherheiten infolge von Brexit, der Präsidentenwahl in den USA, der neuen Regierung in Italien, der politischen Lage in der Türkei und des ungelösten Syrienkonflikts wirkten sich nicht auf die Umfragewerte zum Werbeklimaindex aus“, so Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei der Präsentation des aktuellen WIFO-Werbeklimaindex.

 

Online-Werbeabgabe: Neues Arbeitsprogramm der Bundesregierung

„Das Vorhaben der Ausdehnung der Werbeabgabe ist aus (werbe-) standortpolitischen ein ungeeignetes Mittel, die im Arbeitsprogramm festgehaltenen Ziele – Wachstum und Beschäftigung zu stärken – zu bewirken. Wir appellieren an die Politik, von der Werbeabgabe auf den Online-Bereich abzusehen. Vielmehr sollte überlegt werden, dass die Bagatellsteuer Werbeabgabe gänzlich gestrichen wird. Wir sind sicher, dass damit die Wirtschaftskraft der in Österreich tätigen Werbeunternehmen gestärkt wird“, bezieht Sery-Froschauer Position.

 

Werbeklimaindex: Erhebung Jänner 2017

Im Jänner erreicht der WIFO-Wirtschaftsklimaindex einen Stand von +21 Punkten. Damit sind die positiven Konjunkturbeurteilungen durch die Werbe- und Kommunikationsunternehmen deutlich in der Überzahl gegenüber den negativen Einschätzungen. „Dieses Ergebnis ist recht typisch für das Werbeklima der letzten fünf Jahre und zeichnet das Bild einer grundsätzlich expandierenden Branche. Darüber hinaus zeigen sich in der Werbekonjunktur der letzten Jahre jedoch kaum Höhepunkte, aber auch keine Abstürze. Dies ist auf die in diesem Zeitraum generell nur mäßige allgemeine Konjunktur zurückzuführen, deren Verlauf sich auch in der Werbekonjunktur widerspiegelt“, erläutert Werner Hölzl, vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO).

 

Angelika Sery-Froschauer erkennt eine Belebung der Werbekonjunktur darin, dass sich der Werbeklimaindex zuletzt dreimal in Folge verbessert hat und aus ihrem engen Kontakt zu den österreichischen Werbetreibenden: „Aus dem, was mir Branchenkollegen sagen, und in meinem eigenen Unternehmen sehe ich, die Werbekonjunktur kommt wieder in Schwung.“ Der Fachverband erwartet daher nach der nicht sehr dynamischen Entwicklung 2012/2015 wieder eine etwas stärkere Expansion der Kommunikationswirtschaft. Etwas zurückhaltender beurteilt Werner Hölzl die Werbekonjunktur: „Auch wir sehen punktuell positive Anzeichen, die für zunehmenden Elan in der Werbekonjunktur sprechen, allerdings möchten wir noch abwarten, ob sich diese in den nächsten Erhebungen bestätigen.“

 

Stabile Werbekonjunktur zum Jahresende 2016

Die österreichische Werbekonjunktur bleibt weiterhin stabil. Mit einem Stand von +29 Punkten zeichnet der Index der aktuellen Lagebeurteilungen, jene Komponente des Werbeklimaindex, der die rezente Entwicklung und den Ist-Stand in der Marktkommunikation zusammenfasst, ein durchaus positives Lagebild der österreichischen Werbewirtschaft: Die positiven Beurteilungen durch die Unternehmen überwiegen die negativen bei weitem. Mit diesem Ergebnis bewegt sich der der Index der aktuellen Lagebeurteilungen, wie schon die letzten sechs Jahre, in einem Band, das von etwa +20 Punkten bis zu etwa +30 Punkten reicht. „Hier wäre noch Luft nach oben“, so Werner Hölzl, in Anspielung darauf, dass dieser Index in der Werbewirtschaft zu Spitzenzeiten Werte von +40 Punkten und darüber erreichen kann.

 

Ausblick auf das 1. Halbjahr 2017: Mit rationalem Optimismus ins neue Jahr

In den Erwartungen der Unternehmen für die Konjunkturentwicklung im 1. Halbjahr 2017 spiegelt sich ein verstärkter Optimismus wider. Mit einem Stand von +12 Punkten liegt der Index der unternehmerischen Erwartungen spürbar über dem langjährigen Durchschnitt (+9 Punkte). In Österreich verbesserten sich sowohl in der Nachfrageerwartung (Anstieg von +8 auf +19 Punkte) als auch hinsichtlich der Geschäftslage in den kommenden 6 Monaten (Anstieg von +7 auf +10 Punkte).

 

„Der Konjunkturausblick in der österreichischen Kommunikationsbranche bleibt positiv, die österreichischen Werbeunternehmen blicken mit rationalem Optimismus auf 2017“, skizziert Sery-Froschauer die Einschätzung des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation. Sie stützt diese Aussage auf den Index der unternehmerischen Erwartungen, jene Komponente des Wirtschaftsklimaindex, der auf die Entwicklung in den kommenden Monaten gerichtet ist. Bei einem Stand von +12 Punkten im Jänner überwiegen die optimistischen Unternehmen die pessimistischen deutlich. Im Vergleich mit den letzten fünf Jahren ist dies ein leicht über dem Durchschnitt (+9 Punkte) liegendes Ergebnis, das auf eine gute, wenngleich nicht überragend dynamische wirtschaftliche Entwicklung des Kommunikationssektors in den nächsten Monaten hinweist.

 

Dieses Szenario erscheint ausgesprochen plausibel vor dem Hintergrund einer soliden, etwas gedämpften allgemeinen Konjunkturentwicklung, vor dem sich auch die österreichische Werbekonjunktur behaupten muss. Mit dem Auslaufen der Steuerreformeffekte, der Dämpfung der Einkommen durch die kalte Progression und dem Anziehen der Inflation wird sich das Wirtschaftswachstum in Österreich etwas verlangsamen. Die hohe Arbeitslosigkeit wird die Konsumbereitschaft dämpfen und die Auslandsnachfrage dürfte nur mäßig zunehmen (siehe WIFO-Prognose vom Dezember 2016).

 

Digital Roadmap: Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung

„Für den Informations- und Kommunikationssektor ist die jüngst verabschiedete Digital Roadmap ein wichtiges Signal. Es ist unbestritten, dass der digitale Wandel alle Lebens-, Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche erfasst und die immer stärker werdende Vernetzung bestehende Geschäfts- und Arbeitsmodelle verändert. Ich hoffe, dass diese für den Innovationsstandort Österreich so wichtige Initiative rasch in konkrete Umsetzungsmaßnahmen mündet, damit die Menschen und die Wirtschaftsbetriebe von der Digitalisierung profitieren können. Entscheidende Faktoren für das Gelingen sind vor allem der Ausbau der Infrastruktur, konsequente Förderung für Innovation und Forschung sowie Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter jeden Alters“, erklärt Sery-Froschauer abschließend.


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