Event 

Die Gewin­ne­rin­nen des Aus­tri­an Wedding Award

05/02/2020
Ende Januar fand der “Aus­tri­an Wedding Award“ statt. Die Ver­lei­hung gilt als die höchste Aus­zeich­nung in der Hoch­zeits­bran­che und einige Gra­ze­rin­nen durften sich über die Prä­mie­rung ihrer Arbei­ten freuen! Wir haben die Preis­trä­ge­rin­nen und Mit­glie­der der Fach­grup­pe Werbung Martina Ramin­ger, Saskia Schmidt und Tanja Freirer zum Gespräch über Design und Trends in Sachen Hoch­zeit geladen. Foto © Projekt 2 


Martina Ramin­ger
Ramin­ger & Hirz­ber­ger, www.raminger.at

1. Platz Foto­gra­fie | Momentaufnahme
1. Platz Pape­te­rie | Gesamtkonzept

Geben die Ver­lob­ten die krea­ti­ve Gestal­tung ihrer Hoch­zeit wieder ver­mehrt in die Hände von Profis?
Ja. Viele Braut­paa­re sind mitt­ler­wei­le sehr design-affin und schät­zen die hohe Qua­li­tät in der Gestal­tung und Foto­gra­fie. Am wich­tigs­ten Tag im Leben muss einfach alles passen: vom Tisch­kärt­chen bis hin zur “Save the Date”-Karte. Viele setzen deshalb auf pro­fes­sio­nel­le Unterstützung.

Sind Hoch­zeits­ein­la­dun­gen etwas zeit­lo­ses oder sind hier über die Jahre Trends erkennbar?
Wir erken­nen hier auf jeden Fall den Trend zu Natür­lich­keit und Hand­werk – Sie­gel­s­tem­pel, Selbst­ge­fal­te­tes, Natur­pa­pie­re, Schlei­fen, Bänder, Blumen – alles hat seinen Platz und ist mit Liebe im Einsatz.

Was war deine ori­gi­nells­te Hochzeit?
Die Hoch­zeit von Tanja und Thomas in der Domäne Hirschmugl am Seg­gau­berg – die auf den ersten Blick klas­si­sche Hoch­zeit war voller Über­ra­schun­gen. Das Braut­paar hatte gemein­sam mit uns viele Ideen, um den Tag für alle Besu­cher unver­gess­lich zu gestal­ten. So gab es neben dem aus­ge­klü­gel­ten Ken­nen­lern-Spiel auch ein Hoch­zeits­bin­go oder ein „Braut und Bräu­ti­gam-Quiz“; alles war perfekt orga­ni­siert – ob Musik (Voice of Germany Teil­neh­mer!), florale Deko­ra­ti­on oder spe­zi­el­ler Tanz-Cho­reo­gra­fie. Dieses Event – aus­ge­zeich­net in der Kate­go­rie „Gesamt­kon­zept Pape­te­rie“ –  war von A bis Z durch­ge­stal­tet, sogar der Anzug des Bräu­ti­gams war auf die Farben des Cor­po­ra­te Designs abgestimmt.


Tanja Feirer 
Projekt 2, www.projektzwei.at

2. Platz Pape­te­rie | Einladung

Was war der bisher unge­wöhn­lichs­te Wunsch für eine Hochzeits-Gestaltung?
Für die Gestal­tung an sich hat es bis jetzt noch nie einen expli­zi­ten Wunsch gegeben. Ich hatte das Glück, dass mir von den Braut­paa­ren immer ein großes Ver­trau­en ent­ge­gen­ge­bracht wurde und ich sehr frei arbei­ten konnte. Das unge­wöhn­lichs­te Hoch­zeits­the­ma war “Alice im Wun­der­land” – aber auch hier gab es, abge­se­hen vom Thema an sich, keine Vor­ga­ben, was die Gestal­tung betrifft. Ich wusste zum Bei­spiel, dass ich keine “klas­si­sche Ein­la­dung” machen möchte – das hätte auch nicht zum Braut­paar gepasst. Es ist dann ein Set bestehend aus vier Spiel­kar­ten gewor­den. Jede Karte hat ein “Thema” und eine eigene, hand­ge­zeich­ne­te Illus­tra­ti­on bekommen.

Sind Trends für das Design der Drucks­or­ten erkennbar?
Aqua­rell-Blumen sind schon seit Län­ge­rem sehr beliebt. Kal­li­gra­fie und Drucke in Gold gehen auch immer. Ich glaube auch, dass Nach­hal­tig­keit auch bei Hoch­zei­ten ein immer grö­ße­res Thema werden wird. Gestal­te­risch setzte ich aller­dings nur bedingt auf Trends, sondern mehr auf Indi­vi­dua­li­tät – nicht nur bei Hoch­zei­ten sondern im All­ge­mei­nen. Das Design sollte vor allem zum jewei­li­gen Braut­paar bzw. Produkt passen.

Woher nimmst du die Inspiration?
Hoch­zeits­de­sign gehört nicht unbe­dingt zu meinem Alltag – gerade des­we­gen ist für mich immer ein beson­ders High­light, in das ich sehr viel Herz­blut stecke. Ich durch­stö­be­re gerne Design­blogs, Pin­te­rest & Co aber die größte Inspi­ra­ti­on ist immer das Braut­paar selbst. Ich möchte dann auch die ganze Geschich­te kennen: vom ersten Ken­nen­ler­nen bis hin zum Hei­rats­an­trag. Mir ist es wichtig, dass die Drucks­or­ten dann auf das Braut­paar und “ihren großen Tag” zuge­schnit­ten sind, sie sich darin wie­der­fin­den und zu 100 % zufrie­den sind. Glück­li­ches Braut­paar – glück­li­che Designerin.

Saskia Schmidt
saskiaschmidt.net  

3. Platz
Pape­te­rie | Einladung

Im Design der Hoch­zeit liegt häufig ganz viel per­sön­li­ches der Ver­lob­ten – wie gehst du an die Gestal­tung heran?
Das Design der Ein­la­dung oder Save-the-Date-Karte gibt ein erstes Bild der Hoch­zeit. Hier geht es selten um die reine Über­mitt­lung von Infor­ma­tio­nen, viel mehr geht es darum die Per­sön­lich­keit des Paares und die Stim­mung der Feier zu ver­mit­teln. Viele Paare haben genaue Vor­stel­lun­gen ihrer Feier, hier helfen „Mood­boards“ und Farb­kar­ten, um die Pape­te­rie des Hoch­zeits­de­signs genau auf das Braut­paar abzustimmen.

Aus deiner Erfah­rung: Sind über die Jahre Trends in Sachen Hoch­zeits-Design erkennbar?
Alles wird immer pro­fes­sio­nel­ler! Viele Paare enga­gie­ren einen Wed­ding­plan­ner, der die gesamte Orga­ni­sa­ti­on über­nimmt. Dadurch stieg auch die Qua­li­tät der Hoch­zeits­pa­pe­te­rie. Bereits mit der Ein­la­dung bekommt die gesamte Hoch­zeit eine Design­li­nie – wie man es bei Marken kennt. Die meisten Trends kommen aus Amerika, hier kann man erken­nen, dass es nicht immer der klas­si­sche zarte Rosaton sein muss.

Was war deine aus­ge­fal­lens­te Hochzeitseinladung?
Eine Hoch­zeits­ein­la­dung kann nicht nur durchs Design, sondern auch durch die Auswahl der Mate­ria­li­en und des Papiers außer­ge­wöhn­lich werden. Genau hier liegt die Her­aus­for­de­rung, nicht jedes Mate­ri­al lässt sich pro­blem­los bedru­cken oder prägen. Mir macht es beson­ders großen Spaß, wenn ich merke, dass das Paar sich genau so über aus­ge­fal­le­ne Mate­ria­li­en und Papiere freut wie ich.

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