Recht

Corona-Kurzarbeit wurde adaptiert

04/11/2020

© Adobe Stock, Sonja Birkelbach

Die Sozialpartner haben aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen nun auch das Kurzarbeitsmodell angepasst. Wir geben euch einen kurzen Überblick.

Seit 3. November 2020 gibt es wieder einen teilweisen Lockdown. Vor allem für die betroffenen Unternehmen ein herber Rückschlag. Deshalb wurde jetzt auch mit den Sozialpartnern die Kurzarbeit angepasst.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Unterschreitung von 30 Prozent bzw. 10 Prozent Arbeitsleistung
    Für Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown betroffen sind (behördliche Schließung), gilt:
    • ÖGB prüft Anträge und gibt innerhalb von 72 Stunden eine Rückmeldung an das AMS; WKO gibt eine Pauschalzustimmung.
    • Anträge auf rückwirkende Absenkung unter 30 Prozent Arbeitsleistung sind für alle Unternehmen möglich.
    • Im November 2020 bzw. für die Dauer des Lockdowns sind 0 Prozent Arbeitsleistung möglich. Dadurch ist auch eine Unterschreitung von 30 Prozent bzw. 10 Prozent Arbeitsleistung zulässig.
  • Wirtschaftliche Begründung
    Für Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown betroffen sind (behördliche Schließung), oder Unternehmen, die die Corona-Kurzarbeit nur für den Monat November 2020 beantragen, gilt:
    • Eine Bestätigung eines Steuerberaters ist nicht notwendig.
  • Rückwirkende Antragstellung per 1. November 2020
    Eine rückwirkende Antragstellung ist bis Freitag, 20. November 2020, möglich.
  • Lehrlinge in Kurzarbeit
    Für die Zeit des Lockdowns besteht keine Ausbildungsverpflichtung.
  • Trinkgeldregelung
    Für Unternehmen, die unmittelbar vom Lockdown betroffen sind (behördliche Schließung) und deren Beschäftigte von der Regelung des Trinkgeldpauschales umfasst sind, gilt:
    • Beschäftigte in Kurzarbeit erhalten für den November 2020 bzw. für die Zeit des Lockdowns 100 Euro netto pro Monat (Auszahlung durch das Unternehmen, Vergütung durch das AMS).
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