Werbung 

WKÖ-Mrazek: Neu­er­li­cher Lock­down trifft Wer­be­bran­che hart

17/12/2020

© llhedge­ho­gll

Auch Arbeits­markt betrof­fen – Hilfs­pa­ket für Branche gefordert

“Nach einer ersten, vor­sich­ti­gen Erho­lung der Branche im 3. Quartal 2020, trifft der neu­er­li­che Lock­down die Wer­be­bran­che hart”, betont Michael Mrazek, Obmann des Fach­ver­ban­des Werbung und Markt­kom­mu­ni­ka­ti­on in der Wirt­schafts­kam­mer Öster­reich (WKÖ). Der WIFO-Wer­be­kli­ma­in­dex, die aktu­el­le Kon­junk­tur­um­fra­ge der öster­rei­chi­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che, zeigt im III. Quartal 2020 im Ver­gleich mit den Vor­jah­res-Werten einen dras­ti­schen Ein­bruch. Aktuell steht der Kon­junk­tur­in­dex bei +2 Punkten, deut­lich unter dem Wert im Vorjahr von +23 Punkten.

Mrazek: Nach­fra­ge nach Wer­be­dienst­leis­tun­gen sinkt deutlich

Die Mehr­heit der Unter­neh­men in der hei­mi­schen Wer­be­wirt­schaft ist mit einer unter­durch­schnitt­li­chen Geschäfts­la­ge kon­fron­tiert, wie der Indi­ka­tor der aktu­el­len Geschäfts­la­ge zeigt. Auch der Indi­ka­tor der Nach­fra­ge­ent­wick­lung liegt klar im nega­ti­ven Bereich. Mrazek: „In der Pan­de­mie sank die Nach­fra­ge nach Wer­be­dienst­leis­tun­gen deut­lich. Fast die Hälfte der befrag­ten Unter­neh­men sahen unzu­rei­chen­de Nach­fra­ge als Haupt­grund für die Behin­de­rung ihrer Geschäfts­tä­tig­keit. Dies spie­gelt sich auch in den Auf­trags­bü­chern wider. Obwohl wir im dritten Quartal eine erste, kleine Erho­lungs­pha­se sehen, war jedes zweite Unter­neh­men mit unzu­rei­chen­den Auf­trags­be­stän­den kon­fron­tiert. Fast 80 Prozent der Selb­stän­di­gen mel­de­ten Umsatz­rück­gän­ge, rund 28 Prozent bezif­fern den Rück­gang mit 30 Prozent und mehr.“

Aktu­el­le Ent­wick­lun­gen rund um COVID-19 schla­gen sich in der Werbung auf den Arbeits­markt nieder

Als Sor­gen­kind erweist sich auch die Ent­wick­lung der Beschäf­ti­gung in der Branche. Der Beschäf­ti­gungs­in­dex der letzten Monate fiel weiter und liegt nun mit minus 13 Punkten weit unter dem Durch­schnitts­wert der ver­gan­ge­nen 5 Jahre (+0,2 Punkte).

Wer­be­bran­che: Motor der Wirtschaft

Mrazek: „Die von der Bun­des­re­gie­rung in den ersten Monaten der Corona-Pan­de­mie beschlos­se­nen Maß­nah­men waren nicht immer treff­si­cher für die Wer­be­bran­che. Uns ist bewusst, dass bei den Fix­kos­ten­zu­schüs­sen im Früh­jahr 2020 wich­ti­ge bran­chen­spe­zi­fi­sche Kosten nicht berück­sich­tigt wurden. Genau aus diesem Grund haben wir uns seit Mai 2020 inten­siv für Ver­bes­se­run­gen ein­ge­setzt. Die stark von der Covid-19-Pan­de­mie betrof­fe­nen Betrie­be — etwa aus den Berei­chen Mes­se­bau und Event — brau­chen eine Per­spek­ti­ve für die kom­men­den Monate, bis sich die Geschäfts­la­ge schritt­wei­se wieder nor­ma­li­sie­ren wird. Eine adäqua­te Lösung, wie etwa ein Umsatz­er­satz für die Krea­tiv­bran­chen, wäre hier ein geeig­ne­ter Hebel,“ zeigt sich der Spre­cher der Wer­be­bran­che über­zeugt und betont abschlie­ßend: „Wir wären nicht der krea­ti­ve Motor der Wirt­schaft, wenn wir nicht auch in diesen Tagen positiv bleiben würden und unsere Betrie­be mit inno­va­ti­ven Ideen unter­stüt­zen würden. Öster­reich braucht eine starke Wer­be­bran­che, um den Kreativ- und Medi­en­stand­ort Öster­reich zu fes­ti­gen.“ (PWK631/ES)

WIFO Wer­be­kli­ma­in­dex | Erhe­bungs­zeit­raum Okt. 2020

Vorherige | Nächste Seite › ›