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Jurybegründungen PR-Panther 2026

Bei den Fachkategorien standen für die Jury folgende Beurteilungskriterien im Mittelpunkt: Wesentlichkeit, Wirksamkeit, Kreativität, Innovationskraft, Involvement sowie strategischer Umgang inklusive Wirkungsmessung.

Kategorie Wissenschaft, Forschung und Bildung

Gewinner: Med Uni Graz Insights

Das Gewinnerprojekt überzeugt durch seine hohe Relevanz für zeitgemäße Wissenschaftskommunikation und die konsequente Weiterentwicklung der Third Mission. Es schafft einen zeitgemäßen digitalen Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten und verbindet Wissenstransfer, interne Kommunikation und öffentliche Sichtbarkeit.

Besonders hervorzuheben sind die gestalterische und inhaltliche Qualität, die klare Struktur und die zielgruppenorientierte digitale Aufbereitung. Unterschiedliche Darstellungsformen, eine nachvollziehbare thematische Gliederung und die Newsletterfunktion machen wissenschaftliche Inhalte zugänglicher, flexibler und besser auffindbar.

Die Nutzung von rund 600 Besucher:innen täglich belegt die Wirksamkeit des Formats und zeigt, dass es über die klassische Hochschulkommunikation hinaus relevante Reichweite erzielt. Angesprochen werden Studierende, Mitarbeitende und Forschende ebenso wie Medien, Kooperationspartner und die interessierte Öffentlichkeit.

Überzeugend ist auch der strategische und datenbasierte Ansatz: Die Nutzung wird systematisch erfasst und die Ergebnisse werden transparent ausgewertet. Damit verbindet das Projekt Innovation, digitale Qualität und messbare Wirkung.

Kategorie Wirtschaft

Gewinner: Boutique s' Finks x Herbert Traumüller – Tradition neu inszeniert

Das Siegerprojekt in der Kategorie Wirtschaft überzeugt durch eine konsequent geplante und wirksame Marken- und Kommunikationsstrategie. Besonders hervorzuheben ist die starke regionale Wirkung: Durch die gezielte Vernetzung mit anderen Grazer Designer:innen wurde nicht nur die eigene Marke gestärkt, sondern ein sichtbares Netzwerk innerhalb der regionalen Mode- und Kreativszene geschaffen.

Diese Kooperationen, verbunden mit einem professionellen Social Media Auftritt, Pressearbeit, Außenwerbung sowie etablierter Sommerfeste und Weihnachtsaktionen sorgen für kontinuierliche Präsenz, hohe Reichweite und anhaltende Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wird die Boutique zum gesellschaftlichen Treffpunkt und Impulsgeber in der Grazer Innenstadt.

Besonders relevant ist dabei die Vorbildwirkung: Das Projekt zeigt, wie ein regionales Unternehmen durch konsequente Strategie, kreative Kommunikation, Kooperationen und persönliches Engagement eine starke Marke aufbauen kann. Damit wirkt das Projekt über die eigene Geschäftstätigkeit hinaus und setzt einen Impuls für die Belebung und Attraktivierung der Grazer Innenstadt.

Die dialogorientierte Kommunikation und das aktive Involvement relevanter Stakeholder werden durch einen professionellen strategischen Umgang mit Wirkung und Evaluation ergänzt. Messbare Ziele, offengelegte Ergebnisse und authentisches Kundenfeedback zeigen Bereitschaft zur Reflexion und Weiterentwicklung. In Summe verbindet das Siegerprojekt strategische Klarheit, kreative Qualität, regionale Vernetzung, nachweisbare Wirkung und eine starke Vorbildfunktion.

Kategorie Gesellschaft und Kultur

Gewinner: oida Austria

Das Projekt überzeugt die Jury durch seine gesellschaftliche Relevanz, sehr hohe Reichweite und konsequent professionelle Social-First-Strategie. Es besetzt eine klare Nische: Menschen aus vielen Ländern, die in Österreich leben, gelebt haben oder sich für Österreich interessieren, erhalten über plattformgerechtes Storytelling einen niederschwelligen und unterhaltsamen Zugang zu österreichischer Kultur, Sprache, Alltag und Gesellschaft.

Besonders beeindruckend ist die Wirkung: 106.000 Instagram-, 42.000 Facebook- und 36.200 TikTok-Follower sowie regelmäßige Millionenreichweiten sprechen für sich. Die hohe Engagement-Rate zeigt zudem eine sehr aktive und involvierte Community.

Kreativität, Qualität und Innovationskraft liegen dabei auf sehr hohem Niveau. Humor, authentisches Storytelling und konsequente Plattformorientierung schaffen eine eigenständige, wiedererkennbare digitale Medienmarke. Besonders positiv bewertet die Jury die aktive Einbindung der Community – die Zielgruppe wird nicht nur angesprochen, sondern ist selbst Teil des Contents.

Auch strategisch überzeugt das Projekt durch klare Ziele, systematische Wirkungsmessung, professionelles Management und erkennbare Reflexionsfähigkeit. Die authentische und offene Kommunikation, auch bei sensiblen Themen, stärkt zusätzlich die Glaubwürdigkeit.

In Summe ist das Projekt ein herausragendes Best-Practice-Beispiel für moderne, gesellschaftlich relevante und plattformgerechte Kommunikation und leistet einen starken Beitrag zu kulturellem Austausch, Integration und einem positiven Miteinander.

Kategorie Tourismus, Sport, Freizeit und Gesundheit

Gewinner: Schillerhaus – Pflege sichtbar machen

Das Projekt überzeugt durch seine hohe gesellschaftliche Relevanz, da es den akuten Personalmangel in der Pflege adressiert und den Pflegeberuf als sinnstiftend, menschlich und verantwortungsvoll positioniert. Besonders positiv bewertet die Jury die authentische Kommunikation: Im Mittelpunkt stehen reale Mitarbeiter:innen, Bewohner:innen und persönliche Begegnungen - sie schaffen eine glaubwürdige Alternative zu klassischen, oft austauschbaren Recruiting-Motiven.

Die nachweisbare Wirkung von 38 neuen Einstellungen belegt den konkreten Recruiting-Erfolg und macht die Wirksamkeit der Kampagne nachvollziehbar. Kinospot, Testimonial-Videos, Reels und Fotoproduktion sorgen für eine professionelle und vielseitige Umsetzung über mehrere Kanäle hinweg. Die aktive Einbindung von Mitarbeiter:innen und Bewohner:innen stärkt zusätzlich das Involvement nach innen und damit die Basis und das Fundament des Schillerhauses.

Strategisch überzeugt das Projekt durch klare Zielsetzungen, professionelles Management und nachvollziehbare Wirkungsmessung. Insgesamt zeigt es eine hohe Wesentlichkeit, glaubwürdige Kommunikation und messbare Wirkungund setzt damit einen überzeugenden Impuls für das Recruiting im Pflegebereich.

Kategorie Nachhaltigkeit in der Kommunikation

Diese heuer erstmals in dieser Form vergebene Kategorie hinterfragt nicht nur das eingereichte Projekt, sondern auch das Unternehmen dahinter. Im Mittelpunkt dabei stehen Kriterien wie Verantwortung und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, Transparenz und Glaubwürdigkeit der Kommunikation sowie der Grad der Partizipation und Stakeholdereinbindung des Einreichers – darum auch der Titel der Kategorie: Nachhaltigkeit in der Kommunikation.

Gewinner: Marienstüberl der Caritas Steiermark

Das Marienstüberl der Caritas Steiermark überzeugt durch eine ganzheitliche und nachhaltig wirksame Form sozialer Verantwortung. Als Begegnungsstätte für Menschen am Rand der Gesellschaft geht das Projekt weit über die unmittelbare Versorgung mit Essen hinaus: Es verbindet Grundversorgung, soziale Beratung, medizinische Unterstützung, Gemeinschaft und menschliche Zuwendung und schafft damit einen verlässlichen Ort von Sicherheit, Würde und Zugehörigkeit.

Bis zu 320 Mahlzeiten täglich werden mit Angeboten zur Hygiene, Lebensmittelversorgung, Wohnungs- und Arbeitssuche, medizinischer Betreuung und Unterstützung bei alltäglichen Anliegen verbunden. Gleichzeitig schafft das Marienstüberl Raum für Begegnung und Gespräche. Ziel ist damit nicht nur kurzfristige Hilfe, sondern Stabilisierung, Selbstvertrauen und langfristige gesellschaftliche Teilhabe. Auch der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln und Spendenunterstreicht den verantwortungsvollen Ansatz.

Das Projekt überzeugt insbesondere durch eine nachhaltige und kontinuierliche Kommunikationsstrategie, die soziale Verantwortung nicht als einmalige Kampagne, sondern als fortlaufenden Prozess sichtbar macht. Über Instagram-Reels, regelmäßige Erfahrungsberichte und Einblicke in den Alltag des Marienstüberls wird die Arbeit authentisch vermittelt und langfristige Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen.

Besonders wirkungsvoll ist die Einbindung von Unternehmen, die im Marienstüberl kochen und diese Aktivitäten wiederum über ihre eigenen Kommunikationskanäle sichtbar machen. Dadurch entsteht ein kommunikatives Netzwerk mit Multiplikator:inneneffekt: Engagement wird nicht nur dokumentiert, sondern weitergetragen und erreicht zusätzliche Zielgruppen.

Die regelmäßigen Erfahrungsberichte schaffen dabei Nähe und Glaubwürdigkeit. Anstelle rein selbstbezogener Kommunikation stehen konkrete Geschichten, Menschen und tatsächliches Engagement im Mittelpunkt. Die Kommunikation macht damit sichtbar, was soziale Nachhaltigkeit praktisch bedeutet, und motiviert weitere Unternehmen und Menschen, sich einzubringen.

In Summe verbindet das Projekt soziale Wirkung mit kontinuierlicher, authentischer und dialogorientierter Kommunikation. Besonders überzeugend ist, dass Nachhaltigkeit hier nicht nur behauptet, sondern durch regelmäßige Aktivitäten, Beteiligung und nachvollziehbare Geschichten dauerhaft kommuniziert und weiterverbreitet wird.