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Fachgruppe

VON SEO ZU GEO: Wie KI die Suche im Internet verändert

21/09/2026

Evelyn Götz, Ausschuss-Mitglied; Georg Bertl, Vortragender;
Thomas Zenz, Fachgruppenobmann
© Wiesner

Google ≠ KI-Antwort
Die Suche im Internet hat sich massiv verändert. Google spielt zwar nach wie vor eine Rolle, ist aber nicht mehr die einzige Instanz, wenn es um Suchergebnisse geht. Längst macht sich nämlich die KI ans Werk – und zwar gründlich: Sie überprüft Quellen, besucht Websites, stellt Rückfragen. Kurz: „KI ist wie eine Jury“, so Georg Bertl. „Früher war Google die Jury, heute gibt es ChatGPT, Claude, Gemini etc.“ Daraus folgt: Die Nummer 1 beim Google-Ranking zu sein und dort möglichst lange zu bleiben, reicht heute nicht mehr aus. Denn die Blicke der Jury sind streng.

Generative Engine Optimization (GEO)
Ist SEO – also die gute alte Search Engine Optimization – damit Geschichte? „Nein“, meint Georg Bertl, „SEO ist nicht tot, aber es hat sich weiterentwickelt.“ Durch die Vielzahl der verfügbaren Quellen reicht es nicht mehr aus, bloß mit einer aktuellen Website auffindbar zu sein. Vielmehr geht es darum, zitiert und empfohlen zu werden. Um zu analysieren, wo das eigene Unternehmen im Zeitalter generativer Antworten steht, bildet die Präsenz in den KI-Modellen den Ausgangspunkt. Dabei spielen drei zentrale Leitfragen eine Rolle: „Kommen wir vor?“, „Woher kommt die Antwort?“ und „Was steht drin?“

Das GEO-Modell: Verstanden. Belegt. Bestätigt.
Um bei diesen drei Fragen optimale Ergebnisse zu erzielen, setzt GEO auf eine dreistufige Logik, die nach wie vor auf einem wichtigen Fundament fußt: Digitale Inhalte müssen auffindbar, aktuell und zugänglich sein. Darauf bauen die drei Kernsäulen der KI-Optimierung auf:

  • Verstanden (Markenarbeit): KI-Systeme müssen zweifelsfrei begreifen, wer man ist. Dafür sorgt eine klare und sauber strukturierte Markenpositionierung.
  • Belegt (Content und Research): Generative KI bevorzugt Fakten gegenüber Marketing-Behauptungen. Es geht also darum, entsprechenden Content zur Verfügung zu stellen, der auf eigenen Daten, Analysen und Recherchen beruht.
  • Bestätigt (Öffentlichkeitsarbeit): Die KI vertraut aber nicht nur den eigenen Aussagen eines Unternehmens. Erst wenn wer anderer etwas darüber sagt – sprich, wenn externe Quellen und Dritte diese Inhalte aufgreifen – gilt diese Expertise als bestätigt.

Empfohlen statt nur gefunden
Wie sich das Thema Suche exakt entwickeln wird, lässt sich nicht seriös vorhersagen. Fest steht jedoch: KI-Suchen sind bereits im Mainstream angekommen – und sie werden dort auch bleiben. Und: Alles wird wohl noch etwas unübersichtlicher werden. SEO legt nach wie vor das technische und inhaltliche Fundament, damit Websites auffindbar und zugänglich bleiben. GEO erweitert diesen Ansatz um die strategische Marken- und Öffentlichkeitsarbeit. Wer Vertrauen bei der neuen KI-Jury aufbauen möchte, muss nicht nur Auffindbarkeit bieten, sondern im gesamten Web verstanden, belegt und von Dritten bestätigt werden. Georg Bertl abschließend: „Ziel muss sein, empfohlen zu werden und nicht nur bestätigt.“

Vom Keyword zur Autorität - AI Search Vortrag Graz

© Wiesner

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